In den 50ern war der Einfluss der Mafia auf höchste Regierungskreise weiß Gott nicht so gross, wie es in den 60er und 70ern der Fall war.
Und die Leugnung der Existens der Mafia kam von allerhöchster Stelle, nämlich von J. Edgar Hoover persönlich, der sich auch dadurch hervorgetan hat, das er sich als Unbestechlich und gegenüber jeder Art von Einflussnahme von Aussen immun erwiesen hat. Warum auch? Er war zu diesem Zeitpunkt quasi der mächtigste Mann in den USA, manche munkeln, sogar mächtiger als der Präsident. Und es gab eigentlich nichts, was die Mafia Hoover hätte bieten können, um ihn zu dieser Aussage zu bewegen, wenn er nicht davon überzeugt gewesen wäre. Und ich glaube kaum, das sie den Mann mit dem mächtigsten Polizeiapparat im Rücken mit dem Tod oder einem anderen empfindlichen Übel bedrohen und versuchen, ihn zu erpressen. Soviel Aufmerksamkeit wäre etwas gewesen, was die Mafia mit Sicherheit nicht gebrauchen konnte.
Also wie hätte die Mafia Hoover dazu bringen sollen, solch ein Statement abzugeben. Sie hätten schon den Präsidenten selber erpressen müssen, damit er Hoover sagt, so etwas bekannt zu geben und selbst dann wäre noch nicht sicher gewesen, das er es auch sagt. Es hat mehrfach Fälle gegeben, bei denen Hoover die Anordnungen des Präsidenten missachtet oder einfach nicht umgesetzt hat.
Die enormen Anstrengungen bei der Suche und Verfolgung von Subversiven
und Radikalen sorgten für eine Vernachlässigung der polizeilichen
Ermittlungsarbeit des FBI. Insbesondere die Mafia-Netzwerke der La Cosa Nostra und Kosher Nostra blieben lange Zeit unbehelligt. Hoover bestritt sogar öffentlich die Existenz solcher Netzwerke.