Mafia 2 Cover

Mafia II (USK ab 18)

Deutschland- und Europa-Release27. August 2010
US-Release24. August 2010
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Montag, 17. Januar 2011, 22:06

Der Franky Potts Roman

Hallo ihr lieben :)

Vor einem Monat etwa hatte ich mit meine Projekt begonnen die Geschichte von Franky Potts als Roman umzuschreiben.

Dafür habe ich diesen Thread geöffnet und poste hier nun jeden Monat 1-2 Kapitel des Romans ;)

Damit der Erzählfluss nicht gestoppt wird postet doch bitte eure Kritiken, Bemerkungen usw hier hinein: Die vielen News von Potts

Dann wünsche ich euch mal viel Spaß und bitte um ehrliche Kritik :thumbsup:

2

Montag, 17. Januar 2011, 22:07

Das hier sind schon so ca 2 Kapitel ^^






Franky Potts



...Schreibmaschine, Ausweis, Dienstwaffe und dieses schrecklich grüne Hemd!“

Schritt für Schritt ging ich noch einmal den Inhalt meines Koffers durch. Für die paar Tage die ich dachte an der Ostküste bleiben zu müssen, hätte dies locker gereicht. Doch als ich erneut darüber nach dachte, dass der Auftrag von Carl Monroe und Mark Anderson kam, war ich mir nicht mehr so sicher.

Es wäre eh zu spät gewesen, ich saß bereits im Zug in Richtung Ostküste.

An dem Fenster des kleinen Zugabteils zog die früh sommerliche Landschaft vorbei.

Vor mir saß ein Mann namens Brant Evans. Er erzählte mir, er sei auch auf dem Weg nach Empire bay. Er war Kriegsveteran und suchte eine Arbeitsstelle. Die große Stadt schien viele Menschen anzulocken, was ich jedoch vor hatte konnte ich keinem erzählen... da ich es selbst noch nicht genau wusste.

Das einzige was ich wusste war, dass ich irgendwelchen Verbrechern auf den Leib rücken sollte. Klar was auch sonst? Ich als bediensteter FBI-Agent hatte schon sehr oft mit so etwas zu tun. Jedoch war ich dabei noch nie auf mich alleine gestellt.

Ich sollte dann in Empire bay ein Apartment beziehen und weitere Anweisungen dort erhalten.

Weshalb sie das ganzen so unter Verschluss hielten, schien eine Vorsichtsmaßnahme von Mark Anderson gewesen zu sein. Nur er war größtenteils an der Operation beteiligt und hatte keine wirkliche Erlaubnis vom FBI-Chef. Aber da er mein Vorgesetzter war musste ich auf seine Anweisungen hören und mich an die Arbeit machen.



Die Zugfahrt dauerte noch etwas aber die Gespräche mit Brant Evans und das Nachdenken was ich vielleicht vergessen habe lies es recht kurz erscheinen.

Schon bald wurde der Zug langsamer und das Quietschen der Bremsen war zu hören. Links und rechts an den Fenstern konnte man bereits das Bahnhofsgebäude sehen und die wartenden Angehörigen und die brüllenden Schaffner hören.

Langsam hob ich meinen Koffer oben von der Ablage hinunter und gab Brant zum Abschied nochmal die Hand. Danach drängten wir uns aus dem Zug hinaus um jeweils unsere eigenen Wege zu gehen. Am Bahnhof sah ich wie sich Familien wohl nach langer Reise wieder in die Arme schlossen und Menschen die freudig begrüßt wurden.

Also eine schöne Begrüßung hätte mich nun auch gefreut, doch nun galt es erstmal eines der vor dem Bahnhof wartenden Taxis zu erwischen.

Mit meinem recht schweren Koffer drängte ich mich an den Leuten in der Eingangshalle vorbei. Mittlerweile war es später Nachmittag geworden und die Sonne stand hoch über der Stadt. „Taxi!“ rief ich und winkte eines gelben Autos zu mir.



Wo soll es denn hin gehen?“

Fragte mich der uniformierte Taxifahrer, während ich meinen Koffer hinten im Auto verstaute.

Ich holte einen kleinen Zettel aus meiner Hosentasche auf den ich vor der Abfahrt die Adresse des Appartements gekritzelt hatte. „ähm... 142nd Main Street.“ las ich von dem leicht zerknitterten Zettel ab.

ok dann setz dich rein!“ rief mir der Taxifahrer zu und winkte mich auf seinen Rücksitz.

Langsam fuhr das Taxi von dem Bahnhofsparkplatz ab auf die lange Hauptstraße.

Es war sehr warm in dem kleinen Taxi. Die Sonne schien durch das Fenster direkt in mein Gesicht. Eine kurze Erfrischung gab der Anblick auf einen kleinen See, welcher am Fuße eines mächtigen Staudammes lag.

Doch dies war nur von kurzer Dauer, denn schon bog das Taxi in einen Tunnel hinein.

Sind sie eigentlich zum ersten mal in der Stadt?“ fragte mich der Taxifahrer und blickte mich durch den Rückspiegel an.

Damals als Kind war ich oft hier und habe meine Großeltern besucht.“ log ich um wenig verdacht zu erwecken.

Und was führt sie heute hier her?“ fragte der Taxifahrer und fuhr dabei wieder aus dem Tunnel hinaus.

nun ja... ich komme alle paar Monate in die Stadt um nach der alten Wohnung meiner Großeltern zu sehen.“ Sagte ich sehr zögernd.

Der Taxifahrer lachte und meinte dass dies ja auch einer erledigen müsste.

In der Zwischenzeit fuhr das Taxi bereit vom Highway ab und ich erblickte zum ersten mal die hohen Wolkenkratzer von Empire bay.

Ein erstaunlicher Anblick, eines höher als das andere.

Aber schon bald versperrten mir die Bäume einer Allee den Blick auf die Häuser und ich lehnte mich wieder zurück.

Der Taxifahrer blickte mich wieder verschmitzt durch den Spiegel an und meinte: „Ganz schön beeindruckend, was Kumpel? Dass sie dies noch so empfinden obwohl sie regelmäßig vorbei kommen verwundert mich.“

Etwas ertappt räkelte ich mich auf meine Sitz herum und suchte eine passende Antwort. „Na ja. So eine Stadt wie diese überrascht einen halt immer wieder.“ sagte ich mit etwas errötetem Gesicht. Der Taxifahrer lachte erneut und erzählte mir noch etwas über die Stadt. Über das neue nobel Hotel, über Geschehnisse der letzte Monate und wie toll es doch wäre in so einer Stadt arbeiten zu dürfen. Dass der Taxifahrer etwas geahnt hatte war offensichtlich.

Aber nach wenigen Minuten waren wir bereits angekommen.

So hier sind wir! Main street! Wohl ihre Übergangswohnung was Kumpel?“ Sagte der Taxifahrer drehte sich zu mir um und grinste mich merkwürdig an.

Irritiert erwiderte ich „genau!“ und gab ihm das Geld für die Fahrt mit einem kleinen Trinkgeld.

So stand ich nun vor dem mehrstöckigen Apartmenthaus, welches von außen schon sehr herunter gekommen war.

3

Dienstag, 1. März 2011, 21:25

Mein Blick wanderte über das Haus „eins, zwei, drei...“ ganze 6 Etagen waren es und ganz oben war ein kleiner metallischer Schornstein der schon sehr verbogen war und aus dem dünner grauer Qualm empor stieg.

Weil ich mich nur ungern vom ersten Eindruck beeinflussen lies ging ich der ebenso herunter gekommenen Eingangstür entgegen.

Mit einem leichten Handgriff drehte ich den alten rostigen Türknauf und die Tür öffnete sich mit lautem Knarren.

Mein erster Blick ging über einen schmutzigen schwarz, weiß gefliesten Fußboden der sich geschätzte 11 Meter vor mir erstreckte und am Fuße einer modrigen Treppe endete.

An der Wand links zu mir war eine dreckige Tapete die an vielen Stellen Risse hatte und das schäbige Mauerwerk zum Vorschein kommen lies.

Mit einem lauten Seufzer strich ich mir über meine Haare.

Dann entdeckte ich rechts von mir in der Wand ein blick dichtes Fenster hinter dem sich der Raum des Hausverwalters befand.

Beim näheren herankommen erblickte ich hinter dem Fenster den Schein einer Tischlampe und die Silhouette eine männlichen Person.

Das muss der Hausverwalter sein.“ dachte ich und klopfte gegen das schon sehr alte Fenster.

Der Mann hinter der Scheibe drehte sich sofort um und schob das Fenster nach links zur Seite.

ja!? Was wollen sie?!“ raunte mich der dünne kahlköpfige Mann an und blies mir blauen Zigarettenqualm ins Gesicht.

Ich fächerte den Rauch hustend zur Seite und sagte dem schmierigen Mann im Unterhemd, dass ich Francesco Potenza sei und hier heute mein Apartment beziehen wolle.

Der Mann legte seine Zigarette zur Seite und starrte mir in die Augen.

Erwartungsvoll blickte ich ebenfalls in seine rötlich angelaufenen.

Ja welches Apartment habe ich denn nun? Geben sie mir einfach die Schlüssel!“ Mit den Worten unterbrach ich die Stille.

Der Mann hustete einmal laut und grunzte dann: „Schlüssel brauchen sie nicht! Das Schloss des Apartment was für sie bezahlt wurde ist kaputt.“

Ok dann finde ich es schon selbst.“ Sagte ich und ging den dunklen Gang in Richtung Treppe entlang.

Da lehnte sich der klapprige Mann aus seinem Fenster und rief mir noch hinter her: „Für sie wurde auch noch ein Umschlag hier abgegeben!“ Ich hörte es durch den düsteren Flur hallen, lief zurück und nahm den Umschlag entgegen.

Der Mann blickte mir dann noch finster hinterher als ich die knarrende Treppe empor stieg.

Oben angekommen blickte ich erneut in einen Flur.

Ebenfalls eine abblätternde Blumentapete und ein grüner schmutziger Teppich war auf dem Boden verlegt.

Sollte es stimmen was der Hausverwalter sagte, müsste ich nach einem Zimmer ohne Schloss suchen.

Langsam ging ich den Flur entlang und prüfte die Schlösser von jedem Zimmer.

Dazu fiel die Nachmittagssonne durch das Fenster am Ende des Ganges und machte den gesamten umher schwirrenden Staub im Raum sichtbar.

Da erkannt ich, dass an Apartment 5 das Schloss aufgebrochen ist.

Oh mein Gott! Das muss es sein.“ seufzte ich und öffnete die Tür.

Schon stand ich in einem knapp 2 Zimmer Apartment.

Ein Wohnzimmer mit Sofa, brüchiger Wand, Schreibtisch und einem kleinen schwarz weiß Fernseher der vermutlich wie der Rest des Hauses schrottreif war.

Neben dem Schreibtisch auf dem schon etwas abgebröckelter Putz gelandet war, war die Tür ins Badezimmer.

Dort drinnen waren schmutzige Fliesen, eine Toilette mit defekter Spülung und eine Duschbadewanne mit leicht an geschimmeltem Duschvorhang.

Schockiert von den Umständen stellte ich mich an das Fenster rechts neben der Couch, an dem pünktlich nach Fahrplan die Straßenbahn vorbei rauschte.

Kopfschüttelnd fasste ich mir auf die Stirn und da viel mir erneut der soeben erhaltene Umschlag auf.

4

Samstag, 9. April 2011, 12:42

Mit kurzen Schritten ging ich auf dem knarrenden Holzboden zurück zur Tür, wo noch mein Koffer mit dem darauf befindlichen Umschlag stand.

Es war ein normaler brauner Umschlag, gerade so groß, dass ein Blattpapier hinein passt.

Als ich mit meinem Fingernagel dabei war den Umschlag an der oberen Seite auf zu reißen stieß mein Finger auf etwas hartes.

Verwundert drehte ich den Umschlag um und erkannte, dass noch eine Postkarte mit einer Büroklammer am Umschlag befestigt war.

ok, was zu erst?“ dachte ich leise bei mir, öffnete dann aber weiter den Umschlag.

Nachdem ich ihn sauber aufgerissen hatte zog ich ein Blattpapier heraus.

Links oben war das runde FBI-Symbol und direkt darunter ein mit Schreibmaschine getippter Text zu sehen.

Ich öffnete meinen Koffer um mir einen roten Stift zu suchen, mit dem ich wichtige Stellen markieren könnte.

Ich nahm den Brief in beide Hände und begab mich in Richtung des alten Schreibtisches.

Langsam leckte ich mir wegen der herrschenden Hitze im Raum über die Lippen und begann zu lesen.

Der Brief wurde von Deputy Director Alan J. Prior aufgesetzt worden und richtete sich an Agenten im Außendienst.

In seinem Brief erklärte, dass er mehr über das organisierte Verbrechen aufdecken wolle, welches nach Angaben immer mehr Probleme bereiten könnte ,aber nach seinen Ansichten eigentlich gar nicht existierte.

Dieser verdammte Dummschwätzer schien wirklich keine Ahnung zu haben.

So richtete sich meine Mission jetzt danach mögliche Staatsfeinde ausfindig zu machen und zu verhören.


Ganz unten war noch mit roter Farbe „Nach dem Lesen vernichten“ gestempelt.

Dennoch schockiert von dieser gefährlich klingenden Aufgabe öffnete ich den roten Stift und umkreiste die für mich absurdest klingenden Textstellen. Daneben notierte ich nur mit einem Kopfschütteln „meinen die das ernst?“

Zur Beruhigung wollte ich mir zunächst ein Glaswasser holen. Doch in dieser Bruchbude schien es weder Gläser noch Wasser zu geben, welches man gefahrlos trinken könnte.

Ich atmete erst einmal tief durch und beschloss außerhalb etwas trinken zu gehen.

So verlies ich das Apartment und ging wieder die knarrende Treppe hinunter. Der Hausverwalter hatte sein Fensterchen im Hausflur wieder geschlossen und war hinter dessen wieder gehörig am qualmen.

Draußen war es schon etwas dunkler geworden, aber keines Falls kühler.

Gegenüber des Apartmenthauses standen einige Geschäfte. Hinter einem blühenden Baum konnte ich auch die Werbetafel zu dem „Empire-Sandwich“ erkenne. Ein einfaches Toastbrot mit einfachen Zutaten. Dennoch hat es diese Stadt berühmt gemacht. Viel wichtiger war jedoch, dass die Tafel zu einem Dinerrestaurant gehört, welches jetzt ein guter Zufluchtsort währe.

Schnellen Schrittes lief ich über die mit Kopfsteinpflastern gepflasterte Straße. Ich ging zum Eingang des Diners und öffnete die weiße Tür, welche ein kleines Glöckchen berührte die meine Ankunft einleitete.

Das Diner war gepflegter als das Apartment, was aber auch nicht schwierig ist. Es hatte eine lange Theke mit mehreren Barhockern und am Ende des Raumes befanden sich zudem noch weitere Tische. Ich setzte mich auf einen der roten Barhocker und schaute auf die Speisekarte, welche über dem Hot-doggrill angebracht war der sich hinter der Theke befand.

Hunger hatte ich eigentlich keinen, darum ließ ich mir nur einen Kaffee von der Bedienung einschenken.

Und wie geht es ihnen Heute so Sir?“ Sprach mich die schon etwas ältere Bedienung mit der schmutzigen Schürze an. Ich rollte mit den Augen und pustete einem über meinen Kaffee. Die Bedienung schmunzelte und meinte: „Wohl nicht so gut was? Mir geht es auch nicht so gut. Die Hitze hier am Herd ist bei der Hitze draußen noch unerträglicher als sonst! Und dann kommen auch immer diese schrecklichen Typen aus Little Italy vorbei. Wie nenne sie die? Mafiosi? Oh Mann! So weit ich mich in der Gegend dort auskennen haben die doch ihre eigene Bar. Francys oder Freddys oder so heißt der Laden. Sollen die doch dort trinken gehen anstatt mich hier zu belästigen!“

Mafiosi sagten sie?“ fragte ich nach einem kräftigen Schluck Kaffee. „Ja, hatte ich mal von gehört. Die laufen hier doch überall rum, mit ihren Kanonen in der Tasche und alles.“ Erzählte mir die Bedienung.

Es war erschreckend, dass die normalen Bürger besser Bescheid wussten als die Polizei und fast das gesamte FBI. Erst jetzt erkannte ich wie wichtig doch eigentlich meine Aufgabe ist. Im selben Moment fiel mir auch wieder die Postkarte ein die sich noch in meinem Apartment befand.

Schnellst möglich wollte ich diese lesen und nahm kurzerhand die Tasse Kaffee mit rüber in meine Bruchbude.

Die Karte lag neben dem ausgepackten Zettel. Eine Seite war beschrieben auf der anderen stand in Großbuchstaben „Grüße aus Washington“ und daneben ein Bild des Kapitols. Höchstwahrscheinlich war dies als Tarnung gedacht.

Die Postkarte war von meinem Vorgesetzten Michael Anderson.

Er schrieb, dass wir größtenteils auf uns alleine gestellt wären, da sämtliche hohe Tiere wie McCarty und Hoover damit beschäftigt wären auf die Kommunisten zu achten und den ärger mit den Bürgerrechten im Auge zu behalten.

Es machte mir etwas Angst, dass ich die gesamte Mission nur von Michael abhängig wäre. Dessen Mittel waren nämlich auch nur begrenzt.

Trotz allem galt es mir als wichtig das FBI von der Existenz dieser Verbrecher zu überzeugen und später die Belobigungen ein zu räumen.


Ich stellte die mit der Weile leere Kaffeetasse auf die rechte untere Ecke der Postkarte. Blickte noch einmal auf den großen Riss im Putz über dem Schreibtisch, wobei mir auffiel wie tief er eigentlich war. „Den sollte ich irgendwie abdecken dachte ich mir noch und legte mich auf das Sofa zum schlafen. Dieses war allerdings nicht nur sehr klein sondern auch extrem hart und unbequem. Aber was tut man nicht alles um seinem Land zu helfen...

5

Donnerstag, 12. Mai 2011, 21:00

Die Nacht schien unendlich lange.

Neben dem unbequemen Sofa kam nämlich auch noch die Straßenbahn hinzu die mit riesigem Lärm alle par Minuten am Fenster vorbei rauschte. Ebenfalls störten die Scheinwerfer der Autos die die ganze Nacht über von der Straße her direkt an meine Zimmerdecke schienen.

Aus dem Badezimmer kamen ebenfalls merkwürdige Geräusche.

Ob es sich bei diesen um das gluckern der alten Wasserrohre oder um das Trappeln der Kakerlaken handelte, konnte ich nur erahnen.

Erst als die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster fielen, atmete ich auf.

Es kam mir wie ein Filmriss vor. Ich konnte mich nicht erinnern geschlafen zu habe, dennoch fühlte ich mich sehr ausgeruht, was natürlich mehr als vorteilhaft für mich war.

Nachdem ich mir meine Klamotten angezogen und meine Haare etwas über gekämmt hatte, wollte ich zum frühstücke über die Straße ins Diner gehen.

Auf dem Weg zu Tür kam mir der Hausverwalter mit einer Postkarte entgegen.

Hier! Eine Postkarte von ihrer Mutter.“ Sagte er, übergab mir die Karte und ging in einem müden Gang hinter mir die Treppe hoch.

Ein Brief von meiner Mutter?“, dachte ich „schickt die mir jetzt Briefe aus dem Jenseits?“.

Es handelte sich allerdings wieder um eine Karte aus Washington, die lediglich mit „Ma“ unterschrieben war, was die Initialen von Michael Anderson waren.

Hoffe du konntest deine Wohnung in Empire bay finden, Franky. Onkel Harry denkt, du solltest mal einige seiner Lieblingsorte in Downtown besuchen. Du könntest einige interessante Leute im „Freddys“ in little Italy treffen. Die Docks sind auch sehr schön zu dieser Jahreszeit. Pass Nachts in den Straßen auf. Dein Vater und ich machen uns Sorgen um dich. -MA“

Bei dieser Postkarte handelte es sich logischer Weise um einen verdeckten Hinweis des FBI, an welchen Orten ich die Suche beginnen sollte.

Aber nachdem, was ich gestern im Diner von der Bedienung gehört hatte, wäre Little Italy so wie so mein erstes Ziel gewesen.

Nach einem kleinen Frühstück im Diner, machte ich mich auf den Weg zu „Freddys Bar“.

Nach einer recht kurzen Taxifahrt über die große Brücke, die die Wohngebiete mit dem Rest der Stadt verbindet, war ich nach einigen Minuten auch schon in Little Italy.

Eine recht runter gekommene Gegend.

Hier schienen sich sämtliche italo Immigranten herrumzutreiben, die frisch vom Schiff gekommen waren oder es hier in der großen Stadt einfach nicht geschafft haben.

Zur Bar ging es noch ein par Schritte, bei denen ich auf der anderen Straßenseite am Fenster eines Mehrfamilienhauses einen Mann bemerkte, der im besten Italienisch zwei Männer beschimpfte, die sich in einer Gasse zwischen mehreren Müllsäcken eine kleine Rangelei lieferten.

Das Bild dieser Gegend beängstigte mich, sodass ich ersteinmal nachfühlen musste, ob meine Brieftasche auf den par Metern noch nicht abhanden gekommen ist.

So gelangte ich an der Eingangstür der Bar an und ging mit selbstbewusster Miene hinein.

Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt sehr wolkig und ich dachte mir, dass ich vielleicht einen kleinen Drink zum munter werden gebrauchen könnte.

Die Bar war gepflegter als die gesamte Gegend zusammen.

Rechts an der Wand befand sich ein Tresen mit einer großen Getränkeablage, gegenüber mehrere Sitztische und am Ende des Raumes stand in einer Nische noch eine Jukebox und eine Billardtisch.

Ansonsten war noch eine Treppe vorhanden, die lediglich eine Etage höher zu noch mehr Sitzgelegenheiten führte.

Ich für meinen Teil nahm zu nächst einmal auf einem Stuhl am Tresen platz und bestellte mir ein kleines Glas Whisky.

Die Bar war wirklich gut Ausgestattet.

Auf den Regalen hinter den Tresen, standen mehrere Flaschen Scotch, Whisky und Wein. Aber nicht irgendein ein billiger Fusel, sondern hochwertige importierte Marken oder die besten aus Amerika.

Entweder hatte der Inhaber ein wirklich gutes Einkommen oder eine andere finanzielle Quelle.

Da die Bar zur Zeit nicht sehr gut besucht war, fing ich ein kleines Gespräch mit dem Barkeeper an.

Heute ist das Wetter nicht ganz so schön wie gestern.“ Sagte ich und lies das Glas Whisky leicht in meiner Hand schwingen.

Ja!“, erwiderte der Barkeeper „aber ich hatte heute eh nicht vor, viel nach draußen zu gehen. Ich wollte mir nachher lediglich das Spiel der Empire bay Cannons im Radio anhören, ansonsten hatte ich nichts besonderes vor“

Ich blickte auf das Radio, dass stumm rechts neben mir auf der Theke stand.

Ich bin auch ein großer Fan der Empire bay Cannons!“, behauptete ich um Interesse zu heucheln.

Der Barkeeper nahm einen großen Schluck aus einer Scotchflasche, die er unter dem Tresen abgestellt hatte.

Ist nicht wahr? Die haben diese Saison aber auch schon ein par wirklich gute Spiele hingelegt. Ach ja! Johnny Morgan mein Name.“ Sagte der Barkeeper mit einem freundlichen Gesicht und gab mir die Hand.

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